“Life is a trail... “ (Denis Wischniewski) ... und da hat er einfach Recht!
Laufen, Berglaufen, Trail- oder Freerunning oder einfach kurz Trailin’ oder Ultratrailin’ ist eine besondere Art die Natur zu erleben und dabei Entfernungen zu Fuß zurückzulegen wie es den Meißten sonst nur mit dem Auto oder Fahrrad möglich ist. In Deutschland, Österreich, Schweiz können so auf Grund des herrlichen Netzes aus Rad- und Wanderwegen hunderte Kilometer in der Natur gelaufen werden ohne öffentliche Straßen nutzen zu müssen.Trailen lässt es sich natürlich auch einfach überall dort wo weder Straße noch Wege sind... Hier eine Auswahl meiner Favoriten mit Bildern und Beschreibungen:
Chiemgauer 100mi, D - Chiemgauer Alpen
Salomon-4-Trails, D, A, CH
Göppingen - Bodensee, D - Schwäbische-Alb, Oberschwaben
Beschreibung: Kaum hat man Göppingen und die angrenzenden Siedlungen verlassen führt der HW7 über Wiesen und Obstgärten vorbei am historischen Blumhardt-Friedhof nach Bad Boll...
... und Eckwälden wo man nicht in den Maustobelweg einbiegen sollte (da dieser sonst unter dem Maustbobelviadukt der A8 endet...2-3km Umweg)... sondern dem HW7 zum Deutschen Haus folgen. Von dort hat man noch mal einen schönen Blick über das Stauferland. Nach dem Aufstieg zum Boßler wird man mit einem wunderschönen Blick über das “Unterland” und den Albtrauf belohnt.
Auf dem Bossler passiert man den Jahrhundertstein während man kilometerlange Trails entlang dem Albtrauf und ab jetzt HW1 genießen kann. Hin und wieder lässt die Vegetation einen Blick ins Tal zu.
An der Ruine Reußenstein hat man einen schönen Blick auf den Fels Reußenstein und das Tal. Der Weg führt in einer langen Schleife über’s Bahnhöfle am Albtrauf weiter, ohne dass man ins Tal absteigen muss.
Nach der langen Schleife gelangt man schließlich zum Randecker Maar wo man am Wochenende schön im Demeter-Hof Ziegelhütte einkehren kann. Unter der Woche bekommt man von den freundlichen Hofleuten auch Wasser für Mensch und Hund. Der Weg führt über den Auchtert mit schönem Blick auf’s Randecker Maar weiter zum Breitenstein.
Mit Blick auf die Burg Teck und Baßgeige führt der Weg weiter über die Diepoldsburg und den Sattelbogen über den gelben Felsen und schließlich die Burg Teck über’s Bölle nach Owen.
Von dort führt der HW1 über die Baßgeige zur Burg Hohenneuffen nach Beuren. In Beuren erreicht man schließlich die schöne Therme um seine müden Glieder zu entspannen. Die Strecke ab dem Boßler ist insgesamt der bisher schönste und längste Trail abseits von Straßen und Lärm den ich im Ländle gefunden habe - 3 Sterne!
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Durch’s Zipfelbachtal, vorbei am Randecker Maar über Wielandsteine und Breitenstein
Beschreibung: Am Montagmorgen ein ungewöhnlich einsamer Lauf durch das sonst so lebhafte Tal im Herzen der Schwäbischen Alb, absolut empfehlenswert. Die älteste Spannbetonbrücke Europas über das Donautal in Untermarchtal unterläuft man und folgt der Donau bis zur Lautermündung unterhalb von Neuburg. Im großen Lautertal folgt man dem HW5 nach Lauterach.
Vor Unterwilzingen grasen Schafe im Morgentau... am Burgenweg liegen viele Burgruinen... und in Anhausen grasen Esel unter blühenden Apfelbäumen.
Fachwerkhäuser, bizarre Kalkfelsformationen und alte Bauernhöfe in Gundelfingen geben der Landschaft ein ursprüngliches Flair, so dass man sich manchmal in eine frühere Zeit versetzt fühlt.
Im “Lagerhaus” in Dapfen lässt es sich Sonntags lecker Frühstücken oder Kuchen essen. Kurz darauf erreicht man in Marbach das Haupt- und Landgestüt mit seinen edlen Pferden und danach kurz hinter Gomadingen den Lauterursprung. Insgesamt eine landschaftlich sehr schöne Route über meist sehr gut (zu gut für’s trailen...) befestige Wege.
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homerun #1 2011 - 39km, 1800HM Von Stötten über das Kalte Feld und die Drei-Kaiserberge nach Göppingen µµ
Beschreibung: Kurz nach Spielmannsau führt ein wunderbarer Trail im Morgentau zur Kemptner Hütte, wo es mit Blick zur Mädelegabel eine herrliche Johannisbeerschorle gibt...
Im satten grün versteckt sich eine Murmelfamilie, während wir uns auf den Weg nach Holzgau im Lechtal machen.
Wo andere auf dem E5 im Lechtal den Bus nehmen laufen wir durch saftige Wiesen bevor es wieder durch ein enges, steiles Tal zur Memminger Hütte hinauf geht.
Direkt nach der Memminger Hütte kämpfen am frühen Morgen Steinböcke für uns, bevor wir uns durch alpines Gelände ins Inntal durchschlagen.
Auf der anderen Seite des Inntals wieder aufgestiegen verläuft der Weg ins Pitztal zahm und endet wegen Gewitter und fortgeschrittener Stunde nach einer Busfahrt schließlich im Gletscherstüberl unterhalb der Braunschweiger Hütte. Der Aufstieg zur Braunschweiger Hütte und Pitztaler Jöchl durch Nebel und Wolken nimmt uns die Gletschersicht... der Rettenbachferner war gegen Mittag wenigstens zu sehen.
Der Abstieg nach Vent war herrlich, aber ebenfalls neblig. Ankunft und Spaghetti in der Martin-Busch-Hütte kurz unterhalb der Fundstelle des Ötzi machen aber wieder alles wett.
Vorbei an der Fundstelle des Ötzi ging es am nächsten morgen über die Similaunhütte ins Schnalstal nach Vernagt.
Vom Vernagt-Stausee führt der Weg ins Vinschgau über St. Katharinenberg auf den Meraner Höhenweg.
Mit Blick auf’s Vinschgau lässt es sich in Galmein bei Lamm und Kaiserschmarrn gut erholen bevor es am nächsten Tag schließlich über das Hochganghaus hinab ins Tal nach Meran ging.
Das Ganze im Schnelldurchlauf...
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freerun #1 2010 - 68km, 600HM Von Plochingen entlang der Filstalroute zum Filsursprung µ